Während allein im Jahr 1980 rund 1.000 Captives gegründet wurden, ist in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl der Captives nur noch um 20 % gestiegen. In jüngster Zeit gibt es in europäischen Ländern aus guten Gründen einen neuerlichen starken Anstieg an Captive Gründungen.
Welche Vorteile Eine Erfolgsgeschichte mit neuer DynamikCaptives?
Captive-Versicherungen existieren seit mehr als 100 Jahren, wobei die ersten echten Captives erst in den späten 1950er Jahren in Bermuda gegründet wurden. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 6.000 Captive-Versicherungsgesellschaften. Während allein im Jahr 1980 rund 1.000 Captives gegründet wurden, ist in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl der Captives nur noch um 20 % gestiegen. In jüngster Zeit gibt es in europäischen Ländern aus guten Gründen einen neuerlichen starken Anstieg an Captive Gründungen.
Weltweit etabliert, in Europa im Kommen
Die drei wichtigsten Standorte für Captives sind Bermuda, die Cayman Islands und Vermont (USA), die zusammen etwa ein Drittel aller lizenzierten Captives weltweit beherbergen. Insgesamt sind Captives folgendermaßen global verteilt:

Aber auch europäische Länder schaffen seit einigen Jahren Rahmenbedingungen für Captives. Zu den starken und etablierten Captive Domizilen in Europa zählen derzeit beispielsweise Irland, Luxemburg und die Schweiz:

Frankreich etabliert sich als Role Model für neue Captive Domizile
Die französische Industrie hat bereits vor Jahren Captive-Modelle als effiziente und nachhaltige Instrumente des Risikomanagements entdeckt, um die Risiken von Unternehmen zu managen. So haben heute bereits rund ein Viertel der Unternehmen, die in Europa Captives betreiben, ihren Hauptsitz in Frankreich. Nur ein kleiner Teil dieser Unternehmen hat bisher seine Captive in Frankreich gegründet.
Der Wirtschaft in Frankreich ist es über die Interessenvertretung Association pour le Management des Risques et des Assurances de l‘Entreprise (AMRAE) gelungen, in Verhandlungen mit den politischen Entscheidungsträgern wichtige gesetzliche Änderungen zu erreichen, die die Attraktivität des Captive-Standortes Frankreich deutlich erhöhen.
AMRAE hat bei den Verhandlungen die wichtigsten Akteure, die ein Interesse an der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Frankreich haben, an einen Tisch gebracht. Dazu gehörten neben Vertretern der Finanzpolitik, insbesondere Vertreter der Realwirtschaft, Captive Manager, Wirtschaftsprüfer bzw. Steuerberater und Rechtsanwälte. Auch Finanzminister Bruno Le Maire unterstützte das Projekt.

Vor der Veröffentlichung des Dekrets blieb die Anzahl der Captives in Frankreich konstant. Nach zweijähriger Verhandlungsdauer wurde das Dekret am 7. Juni 2023 veröffentlicht. Im darauffolgenden Jahr stieg die Zahl der Captives von 10 auf 16. Aufgrund weiterer Captives in der AMRAE-Pipeline wird bis 2025 ein Anstieg auf insgesamt 46 Captives erwartet.
(Quelle: Allianz „Mapping the captive evolution“ 2022)
