Mit Innovationen in die Zukunft

Maria Christina Sorko

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Im Gespräch mit Mark Gufler, Account Manager Bancassurance Wien/Niederösterreich bei GrECo, reflektiert Michael Kirschenhofer, CEO der KSR Group GmbH über überwundene Hürden und neue Herausforderungen – und wie das österreichische Familienunternehmen diese als Chance wahrnehmen kann.

Gufler: In den letzten 100 Jahren gab es einige bedeutende historische Ereignisse in Mittel- und Osteuropa. Wie hat sich Ihr Unternehmen an einige dieser Ereignisse angepasst und darauf reagiert?

Kirschenhofer: Die größte Herausforderung war sicherlich die Finanzkrise 2009. Gefühlsmäßig hat sich die Welt zu drehen aufgehört. In dieser schwierigen Zeit mussten rasch Anpassungen getroffen werden.

Die höchsten Verzerrungen gab es jedoch während der Covid-19 Zeit. Der ganze Betrieb musste umgestellt und angepasst werden. Die Art zu leben und die Art und Weise zu arbeiten hat sich von heute auf morgen geändert. Plötzlich ist man allein in den Büroräumlichkeiten gesessen und alle Mitarbeiter:innen waren remote zugeschaltet. Diese Disruption hat noch immer Auswirkungen auf die heutige Arbeitswelt.

Gleichzeitig gab es einen massiven Nachfrageboom in allen Bereichen, welcher gemanagt werden musste. Der Zusammenbruch der Logistikketten, Containerstaus in den Häfen, in den Himmel steigende Containerpreise usw. waren eine gewaltige Herausforderung für das Unternehmen.

Nach dem Nachfragehöhepunkt ist man direkt in eine Rezession gerutscht.

Stabiles Wirtschaften erfordert stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese waren in den letzten Monaten nicht gegeben.

Gufler: Wenn Sie auf das vergangene Jahrhundert zurückblicken, was waren die bedeutendsten Herausforderungen im Bereich Risikobewältigung in Ihrer Branche und wie wurden sie überwunden?

Kirschenhofer: Für uns war die Lieferkettenproblematik während der Corona-Pandemie die größte Herausforderung.

Gufler: Welche bedeutenden Erfindungen gab es in den letzten 100 Jahren, die Ihre Branche revolutioniert haben?

Kirschenhofer: Die Beschleunigung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz von Computern war sicherlich die größte Veränderung in der Welt. Anschließend kam das Smartphone, welches die Eigenschaft von 14 Geräten in einem vereint. Die Art und Weise wie kommuniziert wird, wurde auf den Kopf gestellt. Die nächste Disruption wird KI bringen. Die KSR setzt aktuell KI-Lösungen in verschiedenen Bereichen ein. Dort wo früher eine Person eine Woche an einer Tätigkeit gesessen ist, bekommt man innerhalb weniger Sekunden ein Ergebnis. Die Technologie rund um KI richtig einzusetzen wird die Effizienz in vielen Bereichen massiv steigen lassen.

Gufler: Wie hat sich der Ansatz Ihres Unternehmens zum Risikomanagement im Laufe der Jahre entwickelt und welche wichtigen Lektionen haben Sie aus vergangenen Erfahrungen gelernt?

Kirschenhofer: Wir arbeiten aktuell mit langfristigen Liquiditätsplänen und bauen eventuelle Risikopolster in die Planung ein. Um auch Krisen wie einen Produktionsstillstand oder zerbrochene Lieferketten durchstehen zu können, muss immer gewährleistet sein, dass genügend Liquidität im Unternehmen ist.

Gufler: Was sind Ihre Vorhersagen für die zukünftige Risikolandschaft in Ihrer Branche und wie planen Sie, angesichts dieser Herausforderungen widerstandsfähig und innovativ zu bleiben?

Kirschenhofer: Nach drei Rezessionsjahren agiert unsere Gruppe aktuell viel defensiver. In vielerlei Hinsicht wurden Risikopuffer aufgebaut und mögliche Risken über Versicherungen eingedeckt. Die aktuelle Volatilität im Geschäft verlangt das.

Über KSR Group

Die KSR Group GmbH ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Gedersdorf bei Krems. Als erfahrener Importeur, zuverlässiger Lieferant und kompetenter Partner blickt das Traditionsunternehmen auf über 25 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Man könnte auch sagen, dass den Gebrüdern Kirschenhofer das Verkaufstalent in die Wiege gelegt worden ist. So hat bereits ihr Urgroßvater, Otto Petermichl, 1916 ein Handelsunternehmen gegründet. Mittlerweile ist das Unternehmen von einem regionalen Arbeitgeber zu einem internationalen Konzern angewachsen, der weltweit produziert und seine Produkte vertreibt.

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Mit Innovationen in die Zukunft

Maria Christina Sorko
September 23, 2025