Disruption als Antrieb: Russmedia wächst mit jeder Herausforderung

Maria Christina Sorko

2 Min. Lesedauer

Im Gespräch mit Russmedia-Geschäftsführer Markus Raith wird deutlich, wie stark technologische Umbrüche das Mediengeschäft in den letzten Jahrzehnten geprägt haben – vom Internet über das Smartphone bis zur Künstlichen Intelligenz. Raith spricht mit Klaus Metzler, Account Manager bei GrECo, über Expansion in Osteuropa, die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität und warum GrECo für ihn ein unverzichtbarer Partner im Risikomanagement ist.

Metzler: In den letzten 100 Jahren gab es einige bedeutende historische Ereignisse in Mittel- und Osteuropa. Wie hat sich Ihr Unternehmen an einige dieser Ereignisse angepasst und darauf reagiert?

Raith: Das Mediengeschäft hat gerade in den letzten 30 Jahren mehrere sehr große Umbrüche erlebt – das Aufkommen des Internets Anfang 1990, der iPhone Moment 2007 und aktuell mit Künstlicher Intelligenz stellen die größten Disruptionen dar. In dieser Zeit konnte Russmedia als Gruppe durch neue Produkte, frühzeitige Übernahme der Technologien und internationale Expansion das Unternehmenswachstum beschleunigen. Nach Osteuropa haben wir über Zukäufe expandiert und sind in den Märkten Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Slowakei tätig.

Metzler: Wenn Sie auf das vergangene Jahrhundert zurückblicken, was waren die bedeutendsten Herausforderungen im Bereich Risikobewältigung in Ihrer Branche und wie wurden sie überwunden?

Raith: Das größte Risiko, das auch schwer abzusichern ist, ist Cyberkriminalität. Selbst die größten Tech-Unternehmen der Welt können sich davor nicht vollständig schützen.

Metzler: Welche bedeutenden Erfindungen gab es in den letzten 100 Jahren, die Ihre Branche revolutioniert haben?

Raith: Als Medienunternehmen profitierten wir in Summe von der Digitalisierung und damit einhergehend von der Zunahme des Medienkonsums. Er liegt mittlerweile bei über sechs Stunden täglich. Die größte Disruption, viel größer als das Internet, kommt nun durch KI auf.

Metzler: Wie hat sich der Ansatz Ihres Unternehmens zum Risikomanagement im Laufe der Jahre entwickelt und welche wichtigen Lektionen haben Sie aus vergangenen Erfahrungen gelernt?

Raith: Wesentlich ist es, die relevanten großen Risiken im Überblick zu haben und aktiv zu managen. Dazu zählt für Russmedia Cyberkriminalität, Feuer, Hochwasser und Ausfallssicherheit. Prävention spielt dabei eine große Rolle. GrECo ist für uns der ideale Partner in diesen Fällen – mit einem exzellenten Service vor Ort.

Metzler: Was sind Ihre Vorhersagen für die zukünftige Risikolandschaft in Ihrer Branche und wie planen Sie, angesichts dieser Herausforderungen widerstandsfähig und innovativ zu bleiben?

Raith: Wir gehen davon aus, dass Cybersecurity das mit Abstand größte Risiko in fünf Jahren sein wird. Durch künstliche Intelligenz und die ersten aufkommenden Quantencomputer haben Hacker ganz neue Möglichkeiten an der Hand. Wir investieren laufend in Cybersecurity um nachzurüsten.

Markus Raith, Geschäftsführer Russmedia

Über Russmedia GmbH 

Russmedia gehört zu den progressivsten Multi-Nischenmedienunternehmen Europas. Am Hauptsitz in Schwarzach sind 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die regionalen Aktivitäten mit Print, Radio, Digital, Druck, Logistik und IT-Services sind am Standort zusammengefasst.

Verwandte Branchen und Lösungen

Diesen Artikel teilen

Related

Jahr für Jahr scheinen die Unterschiede zwischen den Anbietern marginal. Doch über Jahrzehnte hinweg addieren sie sich zu einem echten Mehrwert beim Ruhestandsvermögen. Wichtig ist dabei: Wer einen Wechsel plant, sollte bis 30. Juni 2026 aktiv werden, damit der neue Anbieter mit 1. Januar 2027 wirksam wird.
Mit der NIS2-Richtlinie (EU) 2022/2555 und dem österreichischen Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026) verändern sich die regulatorischen Anforderungen an Cybersicherheit grundlegend. Unternehmen im Wirkungsbereich sind verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen umzusetzen, Risiken strukturiert zu managen, Meldeprozesse zu etablieren und die Wirksamkeit ihrer Sicherheitsmaßnahmen nachweisbar sicherzustellen. Auch Governance-Strukturen und Verantwortlichkeiten auf Managementebene rücken stärker in den Fokus.
Belastbare Risikodaten gelten als Grundvoraussetzung im Gewerbe- und Industrieversicherungsgeschäft. In der Praxis entscheidet jedoch weniger die Datenmenge als deren strukturierte Aufbereitung und Bewertung nach den Maßstäben der Versicherer. Warum Risk Engineering, technische Analyse und Werteevaluierung dabei eine zentrale Rolle spielen, erläutert Johannes Vogl im Interview.

Disruption als Antrieb: Russmedia wächst mit jeder Herausforderung

Maria Christina Sorko
September 24, 2025