Im Gespräch mit Jürgen Spari, Regional Manager bei GrECo in der Steiermark, berichtet Oliver Wieser, Geschäftsführer VOGL + CO, über die spannenden Veränderungen in der Automobilbranche und wie sich VOGL + CO seit der Gründung 1919 zu einer bekannten steirischen Marke entwickelt hat.
Spari: In den letzten 100 Jahren gab es einige bedeutende historische Ereignisse in Mittel- und Osteuropa. Wie hat sich Ihr Unternehmen an einige dieser Ereignisse angepasst und darauf reagiert?
Wieser: VOGL + CO gratuliert seinem vertrauensvollen Partner GrECo zu 100 Jahren, ein Jubiläum, dass wir bei VOGL + CO vor sechs Jahren feiern durften. Unternehmen, die so lange erfolgreich Bestand haben, dürften jedenfalls mehr richtige als falsche Entscheidungen getroffen haben und treffen.
Die Geschichte von VOGL + CO beginnt im Jahr 1919, als Konrad und Maria Vogl in der Grazer Leonhardstraße ein Handelsgeschäft für Fahr- und Motorräder eröffneten. Bereits vier Jahre später gründeten sie die Firma „Autohaus Vogl“, einen Automobil-Handel mit angeschlossener Reparaturwerkstätte.
In den Wachstumsjahren nach dem 2. Weltkrieg wurde die Zentrale in der Schießstattgasse in Graz aufgebaut. VOGL + CO war dann auch einer der ersten Förderer des ersten österreichischen F1-Weltmeisters Jochen Rindt, der damalige Eigentümer Oskar Vogl war selbst Rallye-Fahrer.
In den letzten Jahren wurde das Unternehmen in Richtung 365-Grad-Mobilitätsanbieter entwickelt, um der Transformation der Branche – Stichworte E-Mobilität, Konnektivität etc. – Rechnung zu tragen.
Spari: Wenn Sie auf das vergangene Jahrhundert zurückblicken, was waren die bedeutendsten Herausforderungen im Bereich Risikobewältigung in Ihrer Branche und wie wurden sie überwunden?
Wieser: Die Risiken haben sich in der über 100-jährigen Geschichte von VOGL + CO sicher massiv geändert. Waren in der Vergangenheit Elementarrisken wie Feuer und andere Naturgewalten, sowie branchenspezifische Themen wie Kaskoschutz im Vordergrund, kommen heute Themen wie Cyber Security dazu.

Jochen Rindt und Oskar Vogl, 1961
Spari: Welche bedeutenden Erfindungen gab es in den letzten 100 Jahren, die Ihre Branche revolutioniert haben?
Wieser: Für uns war das bestimmt das Produkt Automobil selbst, das vor gut 100 Jahren am Anfang stand, dann nach dem 2. Weltkrieg Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit wurde, um im aktuellen Jahrtausend Plattform, man könnte fast sagen, Mittel zum Zweck zu werden mit neuen Geschäftsmodellen – Stichwort Mobility as a service, Carsharing etc. Und wohin die Reise mit autonomen Fahrzeugen gehen wird, ist für die nächsten 100 Jahre noch gar nicht abzusehen. Wenn man dann ins Detail geht, z. B. hinsichtlich Antriebstechnologie, wird es natürlich auch interessant. Setzt sich das E-Auto flächendeckend durch, bringt Technologieoffenheit den Verbrenner light mit E-Fuels oder kommen Wasserstoff oder noch nicht erdachte Antriebsmöglichkeiten dazu? Es bleibt spannend.
Spari: Wie hat sich der Ansatz Ihres Unternehmens zum Risikomanagement im Laufe der Jahre entwickelt und welche wichtigen Lektionen haben Sie aus vergangenen Erfahrungen gelernt?
Wieser: Wichtig ist, einen Profi als Partner an seiner Seite zu haben, der vorausschauend agiert und die Expertise hat, neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wenn das notwendig erscheint. Dies ist jedenfalls in unserem Fall durch GrECo der Fall, was uns etwas ruhiger schlafen lässt.
Spari: Was sind Ihre Vorhersagen für die zukünftige Risikolandschaft in Ihrer Branche und wie planen Sie, angesichts dieser Herausforderungen widerstandsfähig und innovativ zu bleiben?
Wieser: Im Geschäftsmodell wird dies heißen, sich ständig anzupassen: dafür braucht es stabile und zukunftsfitte IT-Landschaften, die wir die letzten Jahre geschaffen und kontinuierlich verbessert haben, schnelle Informationen für die Führungskräfte, eine Personalentwicklung, die deren Skills weiterentwickelt und die Nähe zum Kunden.
Versicherungstechnisch gilt es bezüglich „neuer“ Risiken, wie etwa Cyber wachsam zu bleiben und diesbezüglich weiter die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mit GrECo kann dies besser gelingen: Ad multos annos!

Oliver Wieser, Geschäftsführer VOGL + CO
Über VOGL + CO
VOGL + CO wurde 1919 in Graz gegründet und hat sich seither zu einem der führenden Autohandelsunternehmen in der Steiermark entwickelt. Mit über 100 Jahren Erfahrung, fünf Automarken, umfassenden Werkstattleistungen und innovativen Services wie E-Mobilität und 24h-Waschanlage steht VOGL + CO für Mobilität mit Zukunft.