Die Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt und so ganz nebenbei das gesellschaftliche Wertemodell maßgeblich verändert. Beispielsweise hat Sicherheit in vielen Bereichen des täglichen Lebens an Stellenwert gewonnen. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine führte zu einer weiteren erheblichen Störung und verstärkt diesen Trend. Der Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeiter ist für viele Unternehmen zur obersten Priorität geworden.

Viele Arbeitgeber ergreifen Maßnahmen zur Unterstützung ihrer Mitarbeiter oder versuchen die bestehenden Gesundheits- und Sozialleistungen – trotz Wirtschaftskrise – aufrechtzuerhalten.

Zurecht? 75 % der Arbeitnehmer sagen ja!

Ein kürzlich von edays veröffentlichter Bericht zeigt, dass 75 % der Arbeitnehmer eher bereit sind bei ihrem
Arbeitgeber zu bleiben, wenn die Gesundheits- und Sozialleistungen stimmen. In Verbindung mit den geopolitischen Entwicklungen, wie der grenzüberschreitenden Migration von Arbeitskräften und dem sinkenden Lebensstandard, werden Arbeitgeber erkennen, dass Gesundheits- und Sozialleistungen in Verbindung mit ihrer Unternehmenskultur eine Möglichkeit bieten, sich von der Konkurrenz abzuheben, um Talente zu werben und Mitarbeiter zu halten. Wichtig ist dabei, dass Sozialleistungsprogramme auf die Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeitergruppen zugeschnitten werden.

Die Generation Y wird bis 2025 weltweit dreiviertel aller Arbeitnehmer stellen

Die Generation Y, die zwischen 1981 und 1995 geborenen Millennials, sorgen sich zum Beispiel am meisten darum, sich nicht zu verschulden. Die Generationen davor konzentrieren sich hingegen darauf, ob sie genug in ihrem Rententopf haben. TeamStage berichtet, dass Millennials bis 2025 75 % der weltweiten Belegschaft ausmachen werden. Arbeitgeber werden also überlegen, wie sie diese Gruppe von Mitarbeitern ansprechen, aber gleichzeitig sicherstellen müssen, dass die breitere Belegschaft im Rahmen der angebotenen Gesundheits- und Sozialleistungen berücksichtigt wird. Es wird entscheidend sein, dass das Gesundheits- und
Sozialleistungsprogramm nachhaltig und bedarfsgerecht ist.

Was können Arbeitgeber also tun, um ihre Sozialleistungen zukunftsfit zu machen?

Das heißt, die Arbeitgeber sind gefordert die Struktur ihres Leistungsangebots zu überprüfen, um festzustellen, ob Anpassungen notwendig sind. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt dafür. Dabei sind beispielsweise sich ändernde Arbeitsmuster durch Teleworking, die Demografie der Belegschaft, aber auch Anforderungen in den Ländern ausländischer Tochtergesellschaften zu berücksichtigen. Das bedeutet, der Trend geht zu einem mehrstufigen Sozialleistungssystem, bei dem die Mitarbeiter selbst entscheiden können, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten. Daher gewinnen auch hier progressive Modelle und digitale Lösungen zunehmend an Bedeutung. Mehr denn je, benötigen Unternehmen professionelle Beratung, um die richtige Strategie und bedarfsgerechte Vorsorgelösungen sicherzustellen.

Mit Pooling-Lösungen weltweite Vorsorgemodelle nachhaltig managen

Für internationale Unternehmen ist multinationales Pooling eine etablierte Methode, ihre weltweiten Vorsorgepläne nachhaltig zu managen. Beispielsweise bedienen sich in der Schweiz und in Deutschland seit Jahren viele börsennotierte Großunternehmen und zunehmend auch der Mittelstand solcher Modelle. Pooling bietet sich für die meisten Health & Benefits Vorsorgemodelle an, wie z. B. Kranken- und Unfallversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Altersvorsorge- und Lebensversicherungen mit Risikokomponenten.

Dabei werden die verschiedenen Vorsorgeprogramme eines multinationalen Unternehmens zu einem internationalen Pool zusammengefasst. Das ermöglicht beispielsweise die Bewertung des globalen Gesamtergebnisses. Das heißt, es erlaubt den Risikoausgleich im eigenen Portfolio und unterstützt Dividendenmodelle, sprich die Auszahlung von internationalen Dividenden bei gutem Schadenverlauf. Unternehmen, die sich für multinationale Pooling-Lösungen entscheiden, profitieren durch mehr Transparenz, eine bessere Kontrolle und finanzielle Einsparungen.

Wie funktioniert Risikopooling?

Die lokalen Vorsorgelösungen werden im jeweiligen Land bei lokal zugelassenen Versicherern platziert. Dabei sind die vertraglichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, d. h. die lokalen Sozialpläne, die Steuergesetzgebungen sowie im Arbeitsmarkt üblichen Vorlieben vor Ort zu berücksichtigen. Die globale Bündelung, das Risikopooling, erfolgt dann beispielsweise im Rahmen von Rückversicherungslösungen. Wenn für einzelne Versicherungsgesellschaften der Pooling-Netzwerke das Risiko zu groß ist, entlastet das Risikopooling und es besteht oft sogar die Möglichkeit den Deckungsumfang auszuweiten.

Pooling-Vorteile für internationale Unternehmen
Qualität und Compliance von Health & Benefits-Versicherungslösungen steigen durch:

  • Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und rechtlicher Erfordernisse
  • Risikoausgleich im eigenen Vorsorge-Portfolio
  • Erhöhte Transparenz bzw. bessere Risiko- und Kostenkontrolle weltweit
  • Geringerer Verwaltungs- und Managementaufwand
  • Benchmarking innerhalb des Netzwerks
  • Weltweit einheitliches Know-how und Service der Netzwerkpartner
  • Qualitativer Mehrwert durch Zusatzdeckungen, die auf Einzelbasis nicht darstellbar sind
  • Kostenvorteil: Mehr Verhandlungskraft, reduzierte Risiko- und Verwaltungskosten sowie Möglichkeit der internationalen Dividendenauszahlung
  • Rechtzeitige, zentralisierte Meldung von kritischen Vorfällen und Mitarbeiter-Ansprüchen
  • Ggf. vereinfachte Risikoprüfungvor Ort

Adam Riley, Cert PFS 

Group Practice Leader Health & Benefits

T +44 (0) 7507 788 144

Veronika Zehetner

Specialist Health & Benefits

T +43 664 88 844 762